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Geschichte

Kein Mensch lebt nur im Augenblick. Jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensweg mit seinen eigenen Erinnerungen, die ihm zu einer eigenständigen Persönlichkeit machen. Dieses Prinzip gilt nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für Gruppen von Menschen, für Völker und für ganze Nationen. Wer den Anderen verstehen will, muss sich mit dessen Erfahrungen und den daraus gewonnenen Einstellungen beschäftigen. Dies gilt auch für sich selbst und besonders für andere Gruppen von Menschen, Völkern oder Nationen.

 

Das niedersächsische Kerncurriculum für Oberschulen formuliert als Ziel für den Geschichtsunterricht daher: „Durch die Beschäftigung mit Themen aus vergangenen Zeiten gewinnt der Mensch eine eigene Identität und ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein, dass ihm die Teilhabe am kulturellen Gedächtnis seiner Gemeinschaft ermöglicht. (...) Zudem erkennen Schülerinnen und Schüler durch die Untersuchung historischer Prozesse im Geschichtsunterricht, dass die eigene Gegenwart durch diese Prozesse bestimmt ist." (KC Geschichte Niedersachsen, OBS 2013, S. 5) Der Geschichtsunterricht ermöglicht durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit der „Anderen" aber auch ein Verständnis von anderen Völkern, Nationen oder Kulturkreisen, das die eigenen Einstellungen relativiert und Alternativen denkbar sowie unterschiedliche Wertvorstellungen vergleichbar macht.